HDD zu VM durchreichen Proxmox
Rufe das Terminal von Proxmox direkt oder über SSH auf oder verwenden Sie die “Shell” der Proxmox-Web-GUI.
Gib folgenden Befehl ein um lshw zu installieren
apt install lshw
Überprüfe und notiere die Details zu den physischen Festplatten die wir durchreichen wollen.
Dafür verwenden wir folgenden Befehl
lshw -class disk -class storage
Beispielausgabe in der Shell
...
*-disk
description: ATA Disk
product: SHdi1uhJ-128s
vendor: FakeName
physical id: 0.0.0
bus info: scsi@2:0.0.0
logical name: /dev/sdb
version: DC09
serial: SJFhf7219
size: 15000GiB (15TB)
configuration: ansiversion=5 sectorsize=512
...
Wir sollten die Festplatten immer anhand ihrer ID und nicht anhand ihres Namens (/dev/sda) verwenden, da sich die Zuweisung ändern kann und Probleme verursachen könnte.
Verwenden wir daher folgenden Befehl, um alle physischen Festplatten-IDs aufzulisten
ls -l /dev/disk/by-id/
Jetzt müssen wir die “richtige” Festplatte finden, die mit dem “Produkt” oder der “Seriennummer” übereinstimmt
z.B..
..... /dev/disk/by-id/ata-xxxxxxxxx-xxxxx_xxx ......
Nun rufen wir das Terminal oder die Shell des Proxmox-Hosts erneut auf und füren folgenen Befehl aus:
WICHTIG: natürlich muss man die ID seiner Festplatte in den Befehl einsetzen)
qm set 100 -scsi1 /dev/disk/by-id/ata-xxxxxxxxx-xxxxx_xxx
Ausgabe vom System:
update VM 100: -scsi1 /dev/disk/by-id/ata-xxxxxxxxx-xxxxx_xxx
100: die VM-ID, die in der PVE-Web-GuI zu finden ist (neben dem Namen der VM)
scsi1: Die Nummer des virtuellen Ports, über den die Festplatte an die VM angeschlossen wird.
In der folgenden Konfiguration wird in der Regel das Bootlaufwerk mit scsi0 angeschlossen, wenn wir eine weitere Festplatte anschließen wollen, können wir -scsi1 oder -scsi2 oder -scsi3 usw. verwenden…..
Bonus
Um die HDD- oder SSD-Seriennummer durchreichen zu können, können wir die HDD-Seriennummer auslesen, dann die VM-Conf-Datei manuell bearbeiten und die HDD-Seriennummer dort hinzufügen.
WICHTIG: die VM sollte wärend der Bearbeitung der Config-Datei ausgeschaltet sein
Ermitteln wir nun die HDD/SSH-Seriennummer mit “lshw”
lshw -C disk
Ausgabe in der Shell
*-disk:0
description: ATA Disk
product: Hitachi HTS10000
vendor: Hitachi
physical id: 0
bus info: scsi@0:0.0.0
logical name: /dev/sda
version: A980
serial: J100009BDS32SA
size: 931GiB (1TB)
capabilities: gpt-1.00 partitioned partitioned:gpt
configuration: ansiversion=5 guid=e2ffe4a9-21a9-1bd1-ff00-5dfutv2s1b17 logicalsectorsize=512 sectorsize=4096
Nachdem die Seriennummer bekannt ist, öffnet man die Configurationsdatei der jeweiligen VM.
Im folgenden Beispiel die VM mit der ID 100
nano /etc/pve/qemu-server/100.conf
Dort sucht man nach der Zeile die die oben gemountete HDD beinhaltet…
virtio1: /dev/disk/by-id/ata-WDC_xxxxxxx-xxxxxxxxxxxxxx,size=xxxxxxK
hinter der gefunden zeile, ergänzt man dann um serial=xxxxxx-xxxxxxx
virtio1: /dev/disk/by-id/ata-WDC_xxxxxxx-xxxxxxxxxxxxxx,size=xxxxxxK,serial=xxxxxx-xxxxxxx
Anschließend die Config-Datei spiechern und die VM Neustarten.
Danach erkennt die VM die neue Festplatte inklusive Seriennummer.